Über uns

Das Gertrudenstift wurde bereits im Jahre 1877 als Hessisches Diakonissenhaus von Gertrude, Fürstin von Hanau, gegründet. Der Plan, es als Ausbildungsstätte für Kranken­pflege zu nutzen, konnte allerdings nicht verwirklicht werden. Dennoch wurde das Gertrudenstift ein „Haus der Barmherzigkeit“ in dem Kinder, körperlich Schwache und geistig Behinderte im Laufe der Zeit Pflege und Schutz fanden.

Bis vor kurzem unterhielt der Ev.-Luth. Gertrudenstift e.V. (ein als gemeinnützig anerkannter Verein mit aktuell ca. 90 Mitgliedern) ausschließlich ein Altenpflegeheim für 107 hochbetagte Seniorinnen und Senioren. Seit 2016 entwickeln wir uns allerdings zu einem innovativen, modernen Sozialunternehmen mit ca. 150 Mitarbeitenden, das sich die Realisierung des Mehrgenerationengedankens zur Aufgabe gemacht hat. So hat der Verein in 2016 die beiden Tochtergesellschaften die “Gertrudenstift Betreuung gGmbH” und die “Gertrudenstift Pflege gGmbH” gegründet. Seitdem dürfen wir in unserer Kita die Kleinsten betreuen, widmen uns in den Einrichtungen des Betreuten Wohnens und der Jungen Pflege der mittleren Generation und begleiten im Altenpflegeheim unsere Bewohnerinnen und Bewohner auf ihrem letzten Lebensabschnitt.

Wir sind Mitglied der Diakonie Hessen, einem der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege.

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Unser Leitbild

Wir sind eine Einrichtung der Kirche und ihrer Diakonie

  • Das Evangelisch-Lutherische Gertrudenstift ist eine Einrichtung in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und ihrer Diakonie. Als evangelische Kirche vertreten wir den Grundsatz: “Wer durch den Glauben an Jesus Christus vor Gott gerechtfertigt ist, hat Frieden mit Gott. Gottes Liebe öffnet den Weg zum Dienst am Nächsten in der Nachfolge Christi.” (Diakonieverständnis der SELK Abs. b.)
  • Diakonie ist aktives Christsein und somit gelebter Glaube, sichtbare Lebens- und Wesensäußerung der Kirche.
  • Wir binden unser Handeln an Gottes Wort, wie es in der Heiligen Schrift bezeugt ist und das lutherische Bekenntnis. Beides stellt uns klar die Grundlagen des christlichen Glaubens vor Augen.
  • Im Zentrum der Kirche steht der Gemeindegottesdienst, von dem alle Diakonie ausgeht. Alles Handeln der Diakonie gründet in Gottes Wort und in der Gabe des Heiligen Abendmahles des Herrn Jesus Christus. Diese gegenwärtige Liebe, die wir selbst im Gottesdienst erfahren, möchten wir weitergeben an Menschen, die in ihrer besonderen Situation Hilfe brauchen.
  • Diakonie macht sich stark für andere, weil der Herr Jesus es so will und es selbst vorgelebt hat. Das unterscheidet diakonisches Handeln der Christen von allen anderen sozialen Tätigkeiten, die Menschen aus unterschiedlichem Antrieb heraus tun können und welche wir hoch achten.
  • Das Stift ist Arbeitsstätte für Mitarbeitende aus verschiedenen Kirchen und Weltanschauungen. Wir alle bilden gemeinsam eine Dienstgemeinschaft und vertreten, mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Aufgaben, dieses christlich – diakonische Grundanliegen des Stiftes.

Mit Jesus Christus sehen wir den Menschen als Ganzen mit Leib, Seele und Geist

  • Die Bibel bezeugt den Menschen als Ebenbild Gottes. Unabhängig von dem, was der Mensch leistet und vermag, ist er von Gott geliebt. Gott nimmt ihn an, selbst wenn er größte Schuld auf sich lädt und scheitert.
  • Deshalb erheben wir unsere Stimme für diejenigen, die nicht gehört werden und deren Würde missachtet wird. Gemeinsam mit anderen treten wir für eine menschlichere Gesellschaft ein, in der einer den anderen achtet und sich für ihn einsetzt.
  • Aus der Erkenntnis, von Gott angenommen zu sein, erhalten wir die Kraft, unserem Gegenüber zum Nächsten zu werden. Diakonisches Handeln fragt nicht nur nach dem, was der Mensch braucht, sondern zugleich nach dem, was er will.
  • Wir achten die Würde des Menschen als Geschöpf Gottes. Wir nehmen ihn in seinen Bedürfnissen bewusst wahr. Wir teilen seine Freude, leisten Beistand und begleiten ihn in Krankheit und Trauer. Dabei sind wir durch Gottes Zusage in seinem Wort von der Gewissheit getragen, dass unser Leben, Sterben und Auferstehen ganz in seiner Macht stehen.

Wir sind eine Dienstgemeinschaft von engagierten Frauen und Männern im Haupt- und Ehrenamt

  • Wir unterstützen einander in unserer täglichen Arbeit. Offenheit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Selbstkritik, ein guter Umgangston und gegenseitige Hilfsbereitschaft gehören dazu. Durch gegenseitige Informationen stärken wir Vertrauen und Transparenz.
  • Wir fördern Eigeninitiative, fachliche und soziale Kompetenz und geben Raum zur Mitbestimmung. Kreative Ideen, Konflikte und Kritik nutzen wir als Chance, um unsere Arbeit zu verbessern.
  • Durch Aus-, Fort- und Weiterbildung sichern wir Qualität und Professionalität. Mit gegenseitiger Anerkennung der Leistung fördern wir die Freude an der gemeinsamen Arbeit.
  • Wir handeln wirtschaftlich und umweltbewusst. Gute Arbeitsplatzgestaltung ist uns wichtig. Wir praktizieren und fördern die Gleichstellung von Frauen und Männern.
  • Gemäß der uns übertragenen Verantwortung leisten wir unsere Arbeit und bringen uns persönlich ein als Dienstgemeinschaft in Kirche und Diakonie. Auf diesem Weg begleiten uns Angebote der Glaubenshilfe und der Seelsorge.

Wir übernehmen soziale Verantwortung und messen die Qualität unserer Arbeit am Wohlbefinden der Bewohner.

  • Diakonie ist Christsein in der Öffentlichkeit. Dies erweist sich auch darin, dass wir Not, Leid und Schwäche als Teil des Lebens annehmen und Menschen, die der Hilfe bedürfen, aufnehmen, Heimat geben und geistliche Begleitung anbieten.
  • Uns begegnen Menschen mit ihrer persönlichen Biografie. Sie finden bei uns den Raum, um Kontakt zu Freunden und Angehörigen zu pflegen oder neu aufzubauen. Wir bieten Möglich- keiten für die persönliche Lebensgestaltung. Wir achten die Privatsphäre, gehen auf die persönlichen Interessen ein und üben einen freundlichen Umgang.
  • Unsere Pflege orientiert sich an den Bedürfnissen der Bewohner. Auf gesundheitliche Veränder- ungen sind wir vorbereitet. Wir wahren und fördern die Selbständigkeit, die Selbstbestimmung und Selbstverantwortung der Bewohner.
  • Wir beziehen alle an der Pflege Beteiligten ein, damit im Miteinander der Zusammenarbeit die Pflege gelingen kann.
  • Ein guter Kontakt zu Angehörigen ist uns wichtig.
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